90 Tage, 1 Reflexion: Machen Sie Ihr quartärliches Review

Christine Paulus Coaching Göttingen Coach online Reflexion Quartal Review

Wenn Sie sich im Alltag mit all seinen urplötzlichen Notfällen und im operativen Geschäft nicht verlieren wollen, dann machen Sie das quartärliche Review.

In der quartärlichen Reflexion evaluieren wir, wo wir gerade stehen und gewinnen die Klarheit und Energie für das, was kommt. Dabei reagieren wir nicht passiv, sondern handeln aktiv in unserem Sinne. Wir verbinden also die Wertschätzung und Dankbarkeit dessen, was war, mit dem, was wir in der Zukunft erreichen wollen. Dabei richten wir unseren Fokus bewusst auf die Dinge, die uns wichtig sind.

Quartärliches Review: Wie das 90-Tage-Review abläuft

Das Review besteht aus zwei Teilen: dem Rückblick und dem Ausblick. Wie Sie den Rück- und Ausblick gestalten, liegt in Ihren Händen. Wichtig ist nur: Sie schauen einmal zurück und einmal nach vorne. Meine Methode fürs Review entwickelt sich kontinuierlich weiter. Ich gebe Ihnen nun einige Anregungen, wie es am besten klappt.

Wie wir das Review planen

Um das Review zu planen, legen Sie vier Termine pro Jahr fest, an dem Sie Ihre Reflexion machen. Diese vermerken Sie als ganztägige Einträge im Kalender. Es ist die Verabredung mit uns selbst, einmal im Quartal: Ende März, Ende Juni, Ende Juli und Mitte oder Ende Dezember. Den ganztägigen Termin wählen wir deshalb, weil wir dadurch sicherstellen, dass wir genügend Raum für Einkehr und Besinnung haben.

Ich führe meinen Kalender digital. Ich habe folgende vier ganztägige Termine eingetragen: 31.03., 30.06., 30.09., 15.12. Ich lasse diese vier Termine wie einen Geburtstag jährlich wiederholen. Wenn ich meine Jahresplanung vornehme, verschiebe ich die Termine auf das Datum, welches mir am besten passt. Zum Beispiel verbrachte ich Ende dieses Quartals ein Wochenende mit Wellness. Nach meiner Rückkehr war ich gelassen und erfrischt. Der perfekte Zeitpunkt für das quartärliche Review.

Sie können natürlich auch nur einen Termin erstellen und diesen alle drei Monate wiederholen lassen. Wenn Sie Ihren gedruckten Kalender nutzen, legen Sie die Termine einfach jetzt für dieses Jahr fest. Das nächste Mal nehmen Sie die Eintragungen vor, wenn Sie Ihre Jahresplanung machen.

Was wir für unsere quartärliche Reflexion brauchen

Ruhe, wir brauchen Ruhe für unsere Reflexion. Wenn Sie bei sich Zuhause die Ruhe empfinden, dann wählen Sie diesen Ort. Manche hingegen finden die Ruhe bei sich im Arbeitszimmer. Vielleicht ist Ihre Ruhe in der Bibliothek, in der Natur, in einem extra gebuchten Hotelzimmer. Für das Review stelle ich mein Smartphone auf den Flugmodus und stelle auf den weiteren Geräten die Benachrichtigungen ab.

Nun benötigen wir unsere persönlichen Dokumente. Je nach dem, was Sie bereits für sich verfasst haben: Lebensziele, Jahresziele, Fokusplanungen. Wenn Sie ein Journal führen, dann unbedingt auch das. Unseren Kalender halten wir ebenfalls bereit. Ich persönlich nutze auf meinem Smartphone noch die geknipsten Fotos.

Wir starten mit dem Rückblick

Jetzt legen wir los. Wir legen in unserem Notizbuch eine neue Notiz mit dem Titel „Erstes quartärliches Review“ an. Oder zweites, drittes, viertes, je nach Quartal. Nun durchblättern wir ab Beginn des Quartals tageweise unser Journal und betrachten unsere Termine im Kalender. Ich scrolle auch immer einmal meine Foto-App durch, um mich in die wichtigsten Momente zu fühlen.

Wir fragen: Was ist alles so passiert? Was sind meine wichtigsten Erinnerungen? Das schreibe ich in meinem Notizbuch auf. Zum Beispiel unter den beiden Überschriften: „Meine Highlights“ und „Meine Erkenntnisse“. Vielleicht ist für Sie noch eine andere Überschrift oder Frage sehr hilfreich. Ergänzen Sie Ihr Review dann einfach. Zum Beispiel um die Frage „Wofür bin ich dankbar?“.

Anschließend prüfen wir die Quartalsziele oder den Fokus, den wir uns für dieses Quartal gesetzt haben. Wir fragen uns: Was habe ich mir vor drei Monaten für dieses Quartal vorgenommen? Wo befinde ich mich im Hinblick darauf? Schreiben Sie auch dies auf. Zum Beispiel unter der Überschrift „Meine Quartalsziele“ oder „Mein Fokus fürs Quartal“.

Wenn Sie bisher keine Quartalsziele für sich entwickelt haben, dann nutzen Sie die Form von Zielen, die Sie sich bislang gesetzt haben. Das können auch Ihre Jahresziele sein. Eben jene Ziele, die Ihnen bisher die Orientierung geben. Und falls Sie noch gar nichts verschriftlicht haben: Dann wird es Zeit, dass Sie beginnen! Das machen wir in der zweiten Hälfte unseres Reviews.

Wir widmen uns dem Ausblick

Nun schauen wir unsere weiteren persönlichen Dokumente durch: Lebensvision, Lebensziele, Jahresziele, Fokus-Texte. Eben das, was Sie für sich bereits verfasst haben. Insbesondere meine verschriftlichten Gedanken zum aktuellen Jahr lese ich mehrfach durch.

Nun stellen wir uns die Frage: Welche drei Dinge sind mir im nächsten Quartal wichtig? Auf was konzentriere ich meine Energie? Wie gehört das in den Kontext meiner weiter gefassteren Ziele und meiner Vision?

Hier entwickeln wir also die Quartalsziele. Wir beschäftigen uns damit, wo wir am Ende des nächsten Quartals stehen wollen. Außerdem konzentrieren wir uns auf ganz wenige Dinge, maximal drei. Wir verlieren sonst an Fokus.

Formulieren Sie Ihre Ziele so, wie Sie es gewohnt sind. Meine Quartalsziele sind zum Beispiel häufig nicht (!) nach der SMART-Formel formuliert. Stattdessen generiere ich ein bis drei Oberthemen bzw. Überschriften für das kommende Quartal. Ich entwickle also zum Beispiel eine Haltung oder eine Rolle.

Visualisieren Sie diese Quartalsziele oder den Fokus für das Quartal. Manchmal notiere ich meine Ziele lediglich im Notizbuch. Häufiger jedoch schreibe ich diese auf PostIts und klebe Sie mir gut sichtbar an die Wand. So habe ich sie jeden Tag vor Augen und sie erinnern mich ganz automatisch an meinen Fokus im Quartal.

Nun prüfen wir unseren Kalender abermals und fragen uns: Was steht bei mir für die nächsten 90 Tage im Kalender? Nun wissen wir ja, was für uns im kommenden Quartal wesentlich ist. Wir überlegen, inwieweit die eingetragenen Termine und Verantwortlichkeiten dazu passen und welche Konsequenzen wir daraus ziehen. Wir notieren die etwaige nächsten Schritte.

Aus dem 90-Tage-Review entsteht die Wochenplanung

Wenn wir die Quartalsplanung fertiggestellt haben, können wir daraus unsere Wochenplanung entwickeln. So behalten wir immer unseren Fokus und bleiben gleichzeitig offen für die Dinge, die sonst noch so passieren. Wenn Sie wissen wollen, wie ich meine Woche derzeit plane, dann geben Sie mir Bescheid. Dann schreibe ich darüber.

Im folgenden Video spricht Greg McKeown über seine Form des quartärlichen Reviews. Ich spule mal an die Stelle, als er beginnt, über sein „Quarterly Offside“ zu sprechen. Er nutzt dabei die Metapher des Journalisten für das Review und des Editors für den Ausblick:

Wenn Sie es noch nicht getan haben: Schauen Sie in Ihren Kalender und blocken Sie die kommenden vier Termine für Ihr quartärliches Review. Am besten einen Tag Ende März, Ende Juni, Ende September und Mitte oder Ende Dezember.

Wenn Sie in Ihren digitalen Kalender nutzen, kopieren Sie doch den Link zu diesem Beitrag in den Kalendereintrag. So haben Sie den Ablauf gleich zur Hand. Wann machen Sie Ihr Review?

Weitere Impulse aus dem Coaching für Sie

Wollen Sie mehr davon? Werden Sie Teil der Community und bekommen Sie regelmäßig die Impulse vom Coaching-Blog. Ich freue mich auf Sie!