Dankbar sein: Wofür bin ich heute dankbar? 1 Experiment + 14 Ideen

Christine Paulus Coach Online Coaching Berlin Dankbarkeit üben dankbar sein

Dankbar sein. Können wir das üben? Lassen Sie uns einen Musiker betrachten. Wir bewundern den Pianisten für sein musikalisches Verständnis und Fingerfertigkeit. Viele Jahre der Übung halfen ihm, seine Finger über die Tasten gleiten zu lassen und in der Musik versunken zu sein.

Kennen Sie einen Menschen, den Sie für seinen Gleichmut und seine Zufriedenheit bewundern? Oft ist es das Ergebnis von Lebenserfahrung und: Übung. Wie der Pianist seine Musik übt, können wir uns darin üben, dankbar zu sein.

Dankbar sein als Gewohnheit? Ich habe für mich den Weg gefunden, Dankbarkeit zu üben. Lesen Sie, welches Experiment für mehr Dankbarkeit Sie unbedingt ausprobieren sollten und 14 weitere Ideen für mehr Dankbarkeit im Leben.

Dankbar sein: Wofür eigentlich?

Da Sie diesen Artikel lesen, haben Sie eine Vorstellung davon, dass Dankbarkeit eine gute Idee ist. Doch warum eigentlich?

Durch Dankbarkeit sind wir mehr im Hier und Jetzt und belastende Emotionen wie Ärger oder Angst bekommen ihren zugewiesenen Platz. Auch physiologisch macht es sich bemerkbar, wenn wir uns in Dankbarkeit üben. Wir stärken unser Immunsystem und beeinflussen sowohl unseren Blutdruck als auch unser Schmerzempfinden. Darüber hinaus hat es natürlich einen Einfluss auf unser Sozialleben, wenn wir mehr Dankbarkeit empfinden. Schließlich verändert es unsere Haltung dem Leben, uns selbst und unseren Mitmenschen gegenüber.

Weiterführende Literatur: Seligman, M. E. P., Steen, T. A., Park, N. & Peterson, C. (2005). Positive psychology progress: Empirical validation of interventions. American Psychologist, 60, 410421.

Meine Klientinnen und Klienten üben sich in Dankbarkeit vornehmlich deshalb, weil sie mehr Freude, Aufmerksamkeit und Optimismus erleben wollen. Das bewusste Erleben und Spüren von Dankbarkeit rückt die Dinge des Alltags in Perspektive. Probieren Sie es aus!

Experiment: Wofür bin ich heute dankbar?

Bevor ich abends das Licht ausknipse, beantworte ich mir die Frage: Wofür bin ich heute dankbar? Ich lasse den Tag Revue passieren und warte, bis mir drei Dinge eingefallen sind. Machen Sie das Experiment und probieren Sie es heute Abend aus!

Bevor Sie heute Abend schlafen gehen, stellen Sie sich die Frage: Wofür bin ich heute dankbar?

Mit Ihren Antworten rufen Sie sich die schönen Momente des Tages in Erinnerung: die warmen Sonnenstrahlen beim Spaziergang, das gemeinsame Lachen in der Mittagspause, das vertraute Gespräch mit der Freundin, der zündende Gedanke beim Lesen Ihres Buches, die glückliche Fügung im Beruf.

So erleben Sie die Momente, für die Sie dankbar sind, abends noch einmal. Sie schließen mit dem Tag auf ruhige und besonnene Weise ab.

Dokumentieren Sie drei Antworten:

  1. Ich bin dankbar für…
  2. Ich bin dankbar für…
  3. Ich bin dankbar für…

Sie können mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner vereinbaren, dass Sie sich gegenseitig befragen und der jeweiligen Antwort lauschen. Oder Sie schreiben Ihre Antworten auf. Wenn Sie Ihr Smartphone für Notizen nutzen und Sie Android-Nutzer/-in sind, empfehle ich dafür die App Writeaday.

Dankbarkeit üben: Erlebnisse des Tages

Als ich begann, diese Übung regelmäßig zu machen, ertappte ich mich, erledigte Aufgaben aufzulisten. Das war jedoch mit einem Gefühl von Erleichterung verbunden statt mit Dankbarkeit.

Um hingegen Dankbarkeit zu erleben: Rufen Sie sich die inneren Erlebnisse, die positiven Gefühle des Tages in Erinnerung. Häufiger sind wir für die vermeintlichen Kleinigkeiten dankbar. Besondere Begegnungen und Gespräche, Gedankenblitze, körperliche Bewegung beim Sport oder die Natur.

Mit der Zeit machen Sie vermutlich eine Entdeckung: Sie beobachten bereits im Laufe des Tages, wofür Sie dankbar sind. Durch diese Übung halten wir nämlich bewusst Ausschau nach diesen Momenten, weil wir sie für abends speichern wollen. Auf diese Weise erleben Sie schon während des Tages Ihre Dankbarkeit.

Dankbar sein: Was tun, wenn mir nichts einfällt?

An Tagen mit vielen positiven Ereignissen wird Ihnen die Übung leichtfallen. Doch an Tagen, an denen Sie Stress, Niedergeschlagenheit, Ärger oder Frust erleben, werden Sie anfangs vielleicht den Kopf schütteln: Mir fällt wirklich nichts ein, wofür ich dankbar bin.

Deshalb ist dieses Ritual der „Drei Dinge“ eine Übung. Wenn wir uns kontinuierlich in Dankbarkeit üben, finden wir auch an schwierigen Tagen etwas, wofür wir dankbar sind.

Manchmal lautet unsere Antwort einfach: Ich bin dankbar, dass ich atme. Oder: Ich bin dankbar dafür, dass ich mir bewusst darüber bin, dass mir nichts einfällt, weil es bedeutet, dass ich mich kontinuierlich in Dankbarkeit übe und ich damit auf meinem Weg bin.

Dankbarkeit vertiefen: Erweitern Sie Ihre „Drei Dinge“

Wenn Sie wollen, können Sie Ihre „Drei Dinge“ um weitere Fragen ergänzen:

  • Weshalb bin ich dafür dankbar?
  • Was habe ich dafür getan, dass ich dankbar sein kann?

Angenommen, Sie sind dankbar für das Telefonat mit Ihrer Freundin. Dann könnte Ihre weiterführende Antwort lauten: Ich bin dankbar für das Gespräch mit meiner Freundin, weil ich noch mal gespürt habe, wie wichtig mir die Vertrautheit in unserer Beziehungen ist. Mein Beitrag dafür war, dass ich mir die Zeit genommen habe, sie heute einfach mal anzurufen.

Manchmal gibt es Tage, an denen sprudeln wir nur so vor Dingen, für die wir heute besonders dankbar sind. Sie können Ihre Liste natürlich spontan erweitern und fünf oder mehr Dinge notieren.

Dankbar sein in die Abendroutine aufnehmen

Damit Sie herausfinden, ob Ihnen diese Übung gefällt, muss sie Ihnen im passenden Moment einfallen. Stellen Sie sich zum Beispiel jetzt eine Erinnerung vom Smartphone. Lassen Sie sich heute Abend von Ihrem Handy an die Frage erinnern.

Wenn Sie die Übung zur Routine werden lassen wollen, empfehle ich Ihnen meinem Beitrag im Coaching-Blog Die erstaunlich einfache Alternative neue Gewohnheiten zu entwickeln. Bald wird die Übung selbstverständlich wie das Zähneputzen sein.

Die Frage „Wofür bin ich heute in meinem Leben dankbar?“ habe ich mir drei Jahre jeden Tag und ohne Ausnahme gestellt. Ich erlebe es als angenehmen Abschluss des Tages. Sie schult mich im Blick für die Dinge, für die ich dankbar bin.

In diesem Video fasse ich Ihnen die Übung noch einmal zusammen:

Erleben Sie Ihre Dankbarkeit bewusst. Fangen Sie heute direkt damit an und probieren Sie das Experiment eine Woche lang aus: Was sind Ihre “Drei Dinge”? Anschließend knipsen Sie ruhig das Licht aus.

Dankbar sein: 14 weitere Ideen für mehr Dankbarkeit

Das Experiment der “Drei Dinge” hat die Perspektive auf das, was ich erlebe, deutlich verändert. Ich wertschätze die Dinge, die ich erlebe mehr und bewusst.

Mir ist aufgefallen, dass ich weitere Rituale habe, mit denen ich das Dankbar sein übe. Deshalb teile ich mit Ihnen nun weitere Übungen, die meinen Klient/-innen oder mir helfen, Dankbarkeit zu empfinden.

Lassen Sie sich von den folgenden Ideen inspirieren und probieren Sie aus, was Sie anspricht. Für mich war die entscheidende Übung die der “Drei Dinge”, die für mich gewirkt hat. Welche ist es für Sie? Die 14 Ideen im Überblick:

  1. Dankbar sein für konkrete Dinge
  2. 100x “Ich bin dankbar für…”
  3. Ich bin Dir so dankbar
  4. Ich bin dankbar für diesen Moment
  5. Geführte Meditation zum Dankbar sein
  6. Glas voller Dankbarkeit
  7. Das Gute daran
  8. Natur: Wofür bin ich dankbar?
  9. Momente der Dankbarkeit sammeln
  10. Dankbar sein: mit der Hand
  11. Mich erinnern, dankbar zu sein
  12. Visualisieren, wofür ich dankbar bin
  13. On the go: Wofür bin ich dankbar?
  14. Das Dankbar sein teilen

1. Dankbar sein für konkrete Dinge

Neulich nach dem Saxophon spielen fiel es mir auf: Ich übe regelmäßig Dankbarkeit. Ich verrate Ihnen wie. Mir war es bis dahin selbst nicht bewusst.

Jedes Saxophon hat ein Mundstück. Eine Schraube hält an diesem Mundstück ein Blättchen fest. Dieses Blättchen ist aus Holz. Da ich es beim Spielen kontinuierlich befeuchte, wird es mit der Zeit dünner und nicht mehr spielbar – ich muss es austauschen.

Jedes Mal, bevor ich ein Blättchen entsorge, halte ich es bewusst in der Hand und bedanke mich bei ihm still. Zum Beispiel dafür, dass es mich bei den letzten Konzerten so gut unterstützt hat. Dieses Ritual habe ich als Teenager begonnen und mache es bis heute ohne Ausnahme.

Wir können also auch den konkreten Dingen danken. Dem Blumenstrauß, der unsere Sinne verwöhnt. Der Lampe, die den Raum verschönert. Dem Esstisch, der die Familie und die Freunde zusammenführt. Dem Buch auf dem Nachttisch, das uns an unsere Auszeit erinnert.

Überlegen Sie: Für welchen konkreten Dinge in meinem Umfeld bin ich dankbar?

2. 100x “Ich bin dankbar für…”

Einmal alles aufschreiben, was mir einfällt. Wenn ich mein Leben heute betrachte: Wofür bin ich dankbar? Wenn ich zurückblicke auf das, was ich erleben durfte. Wenn ich schaue, wie ich wohne. Wo ich arbeite. Mit wem ich lebe. Wie ich lebe. Was mich umgibt. Wofür bin ich dankbar? Wie schaffe ich es, hundert Dinge aufzuschreiben, für die ich dankbar bin?

  1. Ich bin dankbar für…
  2. Ich bin dankbar für…
  3. Ich bin dankbar für…

Eröffnen Sie eine Liste und schreiben Sie 100 Dinge nieder, für die Sie dankbar sind. Dies fördert die Wertschätzung für das, was Sie bereits erfahren haben.

Nehmen Sie sich bei jedem einzelnen Punkt einen Moment Zeit und spüren Sie nach. Schreiben Sie zum Beispiel “Ich bin dankbar für meine wundervolle Familie”, dann fühlen Sie, wie in Ihnen das Gefühl der Dankbarkeit aufsteigt und genießen Sie es.

Haben Sie dieses Experiment einmal durchgeführt, bildet diese Liste eine gute Ressource. Sobald Sie einmal nicht mehr wissen, wofür Sie eigentlich dankbar sein können, nehmen Sie die Liste zur Hand und lassen sich von Ihren eigenen Einträgen inspirieren.

3. Ich bin Dir so dankbar

Wem bin ich dankbar? Wer bereichert mein Leben? Wer hat mich in einer schwierigen Situation unterstützt? Wer bringt mich regelmäßig zum Lachen? Wer ist einfach immer da und tut mir gut? Wer hat mir einen Gefallen getan? Wem habe ich das Leben schwer gemacht und er oder sie ist trotzdem geblieben?

Schreiben Sie dieser Person eine Nachricht. Oder sprechen Sie mit ihr. Beschreiben Sie, wie diese Person Sie und Ihr Leben bereichert hat.

Manchmal sind es die kleinen Dinge, für die Sie dankbar sein können. Jemand hat Ihnen einen Kaffee an den Schreibtisch gebracht. Oder Ihnen den Platz im Theater freigehalten.

Wenn Sie die kleinen Worte statt der großen Worte nutzen wollen: Manchmal reicht auch ein einfaches in die Augen schauen und “Danke”. Oder Sie bedanken sich bei dieser Person in Gedanken. Spüren Sie, wie Sie die Dankbarkeit erfüllt.

4. Ich bin dankbar für diesen Moment

Das Fotoalbum war schon immer ein Ort für Erinnerungen. Im Zeitalter der Smartphones können wir dies für uns nutzen. Da ich mich häufig visuell orientiere und mir dies beim Erinnern an schöne Momente hilft, mache ich von Dingen und Ereignissen ein Foto. 

Die Belichtung oder das Motiv spielen dabei für mich keine Rolle. Mir ist wichtig, einen Teil des Momentes, für den ich dankbar bin, festzuhalten. Manchmal ist dies ein Tisch mit Knabbereien und Gläsern. Allein dieser visuelle Eindruck hilft mir, den Kontext wiederherzustellen und mich an den Moment zu erinnern.

Einmal im Quartal scrolle ich durch all meine Fotos und wähle die besonderen Fotos aus. Ich markiere sie und füge sie einem separaten Ordner hinzu. Auf meinem Smartphone befinden sich für die vergangenen Jahre jeweils ein Fotoalbum mit den Momenten, für die ich besonders dankbar bin.

Fragen Sie sich: Wofür bin ich heute besonders dankbar? Wie kann ich dies in einem Foto festhalten?

5. Dankbar sein mit geführter Meditation

Meditieren Sie? Wenn Sie Ihren Weg zur Meditation noch nicht gefunden haben, empfehle ich Ihnen meinen Artikel im Coaching-Blog Die schockierende Wahrheit über Meditation.

Ich zeige Ihnen mit dem Beitrag, wie ich den Weg zur Meditation gefunden habe. Nachdem Sie den Artikel gelesen haben, werden Sie meditieren, obwohl Sie keine Zeit haben. Denn Sie bekommen eine Mini-Meditation-Anleitung, die wirklich funktioniert. Meditieren hat mir auf meinem Weg zu mehr Dankbarkeit im Leben geholfen.

Es gibt dafür auch geführte Meditationen, die sich einem bestimmten Thema widmen, zum Beispiel der Dankbarkeit. Vielleicht ist das für Sie? Bei der geführten Meditation hören Sie einer Stimme zu und folgen den Anregungen, die Sie hören.

Besuchen Sie dafür zum Beispiel YouTube oder alternativ den Google Playstore oder den App Store, um die Meditation-Apps auszuprobieren. Ob Sie Calm nutzen, Insight Timer oder Simple Habit: Suchen Sie in der App nach “gratitude” und testen Sie.

6. Glas voller Dankbarkeit

Schreiben Sie auf Papier? Gestalten Sie gern etwas mit den Händen? Dann wird diese Übung für mehr Dankbarkeit etwas für Sie sein: Besorgen Sie sich ein großes, verschließbares Glas. Wenn Sie wollen, verzieren Sie es nach Ihrem Geschmack, denn es wird über die nächsten Monate gut für Sie sichtbar sein. Bereiten Sie nun einige kleine Zettel vor und halten Sie einen Stift bereit.

Nun schnappen Sie sich jeden Abend, wenn Sie nach Hause kommen, einen Zettel. Notieren Sie, für was Sie heute dankbar sind. Mit der Zeit füllt sich das Glas. Nach einigen Monaten, vielleicht zum Abschluss des Jahres, leeren Sie das Glas und lesen sich durch all Ihre Zettel der Dankbarkeit. Ein dankbares Ritual für den Abschluss des Jahres.

7. Das Gute daran

Viele Übungen für mehr Dankbarkeit fallen uns leicht, wenn es uns gut geht. Was ist, wenn uns gerade etwas Unangenehmes widerfahren ist? Das sind die besonderen Momente, in denen unsere Dankbarkeit herausgefordert ist. Üben Sie sich darin, den Wert in dessen zu finden, was Sie erleben.

Jemand hat etwas vergessen, was für Sie von besonderer Bedeutung ist? Sie spüren Ärger. Sie haben einen Verlust erfahren? Sie erleben Traurigkeit. Jemand drängelt sich in der Warteschlange vor? Sie spüren Frust. Ob es die kleinen oder großen Dinge sind: Weil uns ständig etwas widerfährt, was uns zunächst nicht gefällt, befinden wir uns ständig auf dem Übeplatz für Dankbarkeit.

Fangen Sie mit den einfachen Unannehmlichkeiten des Alltags an, zum Beispiel der sich vordrängelnden Person. Fragen Sie sich: Was ist Gutes daran? Oder: Wie kann ich dafür dankbar sein, dass es genau so gekommen ist?

Vielleicht denken Sie sich: “Immer nur positiv denken, das kann doch auch nicht gut sein!” Das stimmt. Es geht hier darum, das Bild, das Sie von der aktuellen Situation haben, zu ergänzen. Blicken Sie auf Ihr Leben zurück. Erinnern Sie sich an eine Situation, die unglaublich schwierig und schmerzhaft war. Rückblickend gesehen: Hatte es auch Gutes in sich? Wenn ja, was? Vielleicht stellen Sie fest, dass Sie etwas finden, für das Sie dankbar sein können.

Mit diesem Hintergrundwissen fällt es Ihnen vielleicht leichter, diese Übung diese Woche mal auszuprobieren. Fragen Sie sich: Was ist Gutes daran? Wie kann ich dafür dankbar sein, dass es genau so gekommen ist?

8. Natur: Wofür bin ich dankbar?

Einige der bisherigen Ideen für mehr Dankbarkeit konzentrieren sich auf die konkreten Erlebnisse die wir den Tag über erfahren. Lassen Sie uns nun eine andere Flughöhe einnehmen und unser Leben generell betrachten.

Geben Sie sich dafür am besten eine Struktur und stellen Sie sich Fragen wie zum Beispiel:

  • Wofür bin ich dem Universum dankbar?
  • Wofür bin ich der Natur dankbar?
  • Wofür bin ich mir selbst dankbar?

Je nachdem, welche Formulierung Ihnen zusagt: Nehmen Sie sich die Auszeit und sinnieren Sie über diese Frage. Wie immer schlage ich Ihnen vor, sich Ihre Antworten zu notieren.

9. Momente der Dankbarkeit sammeln

Vielleicht kennen Sie die Glücksweisheit von dem Bauern mit seinen Glücksbohnen: Jeden Morgen bevor der Bauer seinen Tag beginnt, steckt er einige Bohnen in seine linke Hosentasche. Sobald ihm im Laufe des Tages etwas Schönes begegnet, lässt er eine Bohne von der linken in die rechte Hosentasche wandern. Abends zählt er die Bohnen aus der rechten Hosentasche und erfreut sich an den schönen Momenten, die er den Tag über gesammelt hat.

Wenn Sie es haptisch mögen, ist dies für Sie ein Experiment wert! Sammeln Sie ein paar Münzen oder Perlen in Ihrem Haushalt. Für jeden Moment, für den Sie dankbar sind, lassen Sie eine Münze oder Perle wandern. Berichten Sie mir gern, was Sie erleben, denn ich habe dieses Experiment bislang nicht probiert.

10. Dankbar sein: mit der Hand

Von einem handfesten Experiment gehen wir direkt zum nächsten handfesten über. Diesmal wortwörtlich. Elsbeth Martindale entwickelte eine Übung, die ich leicht abgewandelt habe. Für diese Reflexion betrachten Sie Ihre Hand. Jeder Finger steht dafür, sich etwas Bestimmtes zu vergegenwärtigen:

  • Der kleine Finger: Ich bin dankbar für… diese Kleinigkeit, die ich heute erlebt oder gesehen habe.
  • Der Ringfinger: Ich bin dankbar für… diese Zeit mit dem Menschen, den ich liebe.
  • Der Mittelfinger: Ich bin dankbar für… diesen Moment, als ich jemandem eine Freude machte.
  • Der Zeigefinger: Ich bin dankbar für… dies besonders Schöne in meiner Umgebung gerade.
  • Der Daumen: Ich bin dankbar für… diese eine Sache, auf die ich stolz bin.

Mir gefällt diese Übung besonders, weil sie unsere Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Perspektiven richtet. Zum einen nach innen, wie zum Beispiel unser Gefühl von Liebe. Zum anderen nach außen, wie zum Beispiel auf etwas Schönes in der Umgebung, in der wir uns gerade befinden. Außerdem enthält sie sowohl die individuelle Dimension, was habe ich alleine mit mir selbst erlebt, als auch die kollektive Dimension, was habe ich in Beziehung zu anderen erlebt.

Probieren Sie diese Übung morgens oder abends aus. Alternativ eignet sich dieses Experiment auch für zwischendurch, wenn Sie für ein paar Minuten warten, zum Beispiel bei einer Bahnfahrt oder im Wartezimmer.

11. Mich erinnern, dankbar zu sein

Dieses Experiment ist vermutlich das einfachste von allen: Schaffen Sie sich ein Symbol, das Sie erinnert, Dankbarkeit zu empfinden. Hängen Sie zum Beispiel ein Post-It mit einem Smiley an Ihren Badezimmerspiegel. Oder was in Ihrer Umgebung für Sie am meisten Sinn ergibt.

Jedes Mal, wenn Sie dies sehen, erinnern Sie sich an etwas, für das Sie dankbar sind. Oder Sie entwickeln daraus ein Ritual: Wann immer Sie dieses Symbol sehen, spüren Sie bewusst Ihre Dankbarkeit. Zum Beispiel dafür, dass Sie am Leben sind. Oder seien Sie dankbar für diesen neuen Tag.

12. Visualisieren, wofür ich dankbar bin

Ein paar Jahre lang habe ich ein Notizbuch geführt und es als Bullet Journal genutzt. Die Seiten habe ich nach meinen Vorstellungen gestaltet. Eine Seite widmete sich jeweils dem aktuellen Monat.

Abends nahm ich mein Journal in die Hand und fragte mich, für welchen Moment ich heute besonders dankbar bin. Dafür habe ich mir ein kurzes Symbol oder ein Zeichen überlegt und dies mit schnellen Strichen aufs Papier gebracht. Am Ende jedes Monats hatte ich eine Seite voller kleiner Symbole, die mich daran erinnerten, wofür ich dankbar sein kann.

Visualisieren Sie, wofür Sie dankbar sind. Legen Sie sich dafür einen Papierbogen zurecht oder nutzen Sie Ihr Notizbuch.

13. On the go: Wofür bin ich dankbar?

Den Tag über innehalten und nachspüren. Reflektieren. Festhalten. Dafür nutze ich die App Writeaday. Für Android-Nutzer steht diese im Google Playstore bereit. Für Apple-Nutzer gibt es bestimmt Alternativen. Ich beschreibe, wie ich die App für mich nutze.

Die App ist ein Journal. Sie ist optimiert für tägliche, mehrere, sehr kurze Einträge. Was für mich die App so attraktiv gemacht hat: Sie beinhaltet ein spezielles Widget. Seitdem ich dieses Widget aktiviert habe, habe ich auf meinem Homescreen eine minimalistische Liste jener Dinge, die ich für den heutigen Tag notiert habe. Über den simplen Klick auf das Pluszeichen füge ich den nächsten Eintrag hinzu. Natürlich halte ich die Dinge fest, für die ich gerade dankbar bin.

Da ich im Alltag regelmäßig mein Smartphone in der Hand halte, schaue ich ebenso regelmäßig auf meine heutigen Einträge. Dies erinnert mich zum einen an die bereits erlebten schönen Momente des Tages und zum anderen ermuntert es mich, zu reflektieren, wofür ich gerade dankbar bin und den nächsten Eintrag zu schreiben.

Durch diese Übung vergegenwärtige ich mir meinen Fokus auf meine Dankbarkeit mehrmals den Tag über. Neben der eingangs genannten Übung der “Drei Dinge” hatte diese den deutlichsten Einfluss auf mein Erleben und Verhalten.

14. Das Dankbar sein teilen

Warum das Gefühl der Dankbarkeit für sich behalten? Sprechen Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin darüber, wofür Sie heute dankbar sind. Erzählen Sie Ihrer Freundin oder Ihrem Freund, wofür Sie im Leben dankbar sind. Das Gefühl der Dankbarkeit wächst, wenn wir es teilen. 

Wofür bin ich heute dankbar?

Wenn doch Dankbarkeit wächst, wenn wir sie teilen, teilen Sie Ihre? Drei Vorschläge, wie Sie das tun können:

Wofür bin ich heute dankbar? Teilen Sie gern via Instagram, Facebook oder Mail Ihre “Drei Dinge” oder wählen eines davon aus.

Welche Erfahrungen mit Dankbarkeit habe ich gemacht? Welche der 1+14 Übungen kannten Sie bereits? Welche andere Übungen kennen Sie? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Welches der Experimente probieren Sie aus?

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Dankbarkeit und mehr im Coaching

Die eigene Dankbarkeit, Gelassenheit und Optimismus zu finden, ist häufig Thema im Coaching. Die oben genannten Experimente unterstützen Sie auf Ihrem Weg. Im Coaching schauen wir individuell, wie Ihre Gefühle, Ihre Gedanken und Ihr Verhalten interagieren. Damit Sie gelassen und mit Freude die nächsten Dinge angehen!

Meine Klientinnen und Klienten arbeiten dafür mit mir im Einzelcoaching. Gerne arbeiten auch wir in Ihrem Coaching gemeinsam weiter. Wie ich Sie genau unterstützen kann? Das erörtern wir zusammen im Gespräch. Vereinbaren Sie dafür Ihr kostenfreies Vorgespräch. Schreiben Sie mir, wann es Ihnen am besten passt. Nutzen Sie das Formular oder schreiben Sie mir eine E-Mail an Mail@ChristinePaulus.de.

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