Dankbarkeit üben: 3 Dinge, bevor Sie heute Abend das Licht ausknipsen

Christine Paulus Coaching Göttingen Coach online Dankbarkeit üben Zufrieden sein Zufriedenheit Übung

Wollen Sie Ihre Dankbarkeit bewusst erleben? Zufriedenheit spüren? Das können Sie üben. Als wollten Sie Klavier spielen lernen. Dankbar sein ist wie eine Fertigkeit oder eine Gewohnheit.

Um dankbar sein als grundlegende Haltung zu etablieren, empfehle ich Ihnen diese kurze abendliche Übung. In die Abendroutine bauen Sie dafür folgende Frage ein.

Wofür bin ich heute in meinem Leben dankbar?

Mit unseren Antworten rufen wir uns die schönen Momente des Tages in Erinnerung. Die warmen Sonnenstrahlen heute beim Spaziergang, das gemeinsame Lachen in der Mittagspause, das vertraute Gespräch mit der Freundin, der zündende Gedanke beim Lesen des Buches, die glückliche Fügung im Beruf.

So erleben wir die Momente, für die wir dankbar sind, abends noch einmal. Wir schließen mit dem Tag auf ruhige und besonnene Weise ab.

Mit der Zeit machen wir vermutlich eine Entdeckung: Wir beobachten schon im Laufe des Tages, wofür wir dankbar sind. Wir halten bewusst Ausschau nach diesen Momenten, weil wir sie für abends speichern wollen. Auf diese Weise erleben wir bereits während des Tages unsere Dankbarkeit.

Schreiben Sie jeden Abend drei Dinge auf

Bevor Sie schlafen gehen, stellen Sie sich die Frage: „Wofür bin ich heute in meinem Leben dankbar?“ Notieren Sie drei Antworten in Ihr Notizbuch oder Ihre App:

  1. Ich bin dankbar….
  2. Ich bin dankbar…
  3. Ich bin dankbar…

Dabei könnten wir Gefahr laufen, lediglich die erledigten Dinge aufzulisten. Um wirklich Dankbarkeit zu erleben: Rufen Sie sich die inneren Erlebnisse, die positiven Gefühle in Erinnerung.

Häufiger sind wir für die vermeintliche Kleinigkeiten dankbar. Besondere Begegnungen und Gespräche, Gedankenblitze, körperliche Aktivität oder die Natur.

Was tun, wenn mir nichts einfällt?

An Tagen mit vielen positiver Ereignisse fällt uns das leicht. Doch an Tagen, an denen wir Stress, Niedergeschlagenheit, Ärger oder Frust erlebt haben, können wir nur den Kopf schütteln: Mir fällt wirklich nichts ein, wofür ich dankbar bin.

Deshalb ist das Ritual der „Drei Dinge“ eine Übung. Denn wenn wir uns kontinuierlich in Dankbarkeit üben, finden wir auch in schwierigen Zeiten etwas, wofür wir dankbar sind.

Manchmal lautet unsere Antwort dann einfach: Ich bin dankbar, dass ich atme. Oder: Ich bin dankbar dafür, dass ich mir bewusst darüber bin, dass mir nichts einfällt, weil es bedeutet, dass ich mich kontinuierlich in Dankbarkeit übe und ich damit auf meinem Weg bin.

Erweitern Sie Ihre „Drei Dinge“

Mit der Zeit können Sie Ihre „Drei Dinge“ um weitere Fragen ergänzen:

  • Warum bin ich dafür dankbar?
  • Welchen Beitrag habe ich dazu geleistet, dass ich dafür dankbar sein kann?

Angenommen, Sie sind dankbar für das Telefonat mit Ihrer Freundin. Dann könnte Ihre weiterführende Antwort lauten: Ich bin dankbar für das Gespräch mit meiner Freundin, weil ich noch mal gespürt habe, wie wichtig mir die Vertrautheit in unserer Beziehungen ist. Mein Beitrag dafür war, dass ich mir die Zeit genommen habe, sie heute einfach mal anzurufen.

Manchmal gibt es Tage, an denen sprudeln wir nur so vor Dingen, für die wir heute besonders dankbar sind. Dann erweitern Sie Ihre Liste einfach und notieren fünf oder mehr Dinge.

Stellen Sie sich für heute Abend den Reminder

Lassen Sie sich heute Abend von Ihrem Handy an die Frage erinnern. Bald wird die Übung so selbstverständlich wie das Zähneputzen sein.

Notieren Sie Ihre Antworten oder sprechen Sie diese laut aus. Sie können auch mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner vereinbaren, dass Sie sich gegenseitig befragen und der jeweiligen Antwort lauschen.

Die Frage „Wofür bin ich heute in meinem Leben dankbar?“ beantworte ich seit über einem Jahr. Jeden Tag, keine Ausnahme. Ich erlebe es als angenehmen Abschluss des Tages. Er schult mich täglich im Blick für die Dinge, für die ich dankbar bin.

Erleben auch Sie Ihre Dankbarkeit bewusst. Sie können heute Abend direkt damit anfangen. Was sind Ihre “Drei Dinge”? Anschließend knipsen Sie ruhig das Licht aus.

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