Gute Vorsätze nerven? Wie ein Wort Sie durch’s Jahr begleitet

Christine Paulus Online Coaching Berlin Ein Jahr ein Wort

Ich halte nichts von traditionellen Vorsätzen. Mehr Sport machen. Mehr Zeit für die Familie. Weniger arbeiten. Das Jahr endet dann doch so wie es begonnen hat. Welche Alternative gibt es?

Am Ende eines Jahres mache ich mein quartärliches Review, einen Rückblick auf’s vergangene und einen Ausblick auf’s kommende Jahr.  Dann finde ich ein Wort, das mir durch’s ganze nächste Jahr begleiten wird. Ich finde statt lästigen Vor-Sätzen also ein Vor-Wort. Wollen Sie es dieses Jahr mal probieren?

Worin unterstützt mich mein Wort?

Mein Wort für das Jahr ist wie der Stern, unter dem mein Jahr steht. Es ist meine persönliche, knackige Überschrift für die kommenden Monate, das Thema für die nächsten 365 Tage. Das Wort richtet meinen Fokus, ist mein Leitgedanke, Wegweiser, roter Faden. Es ist der Ausgangspunkt der Mindmap für das kommende Jahr.

Das Wort verkörpert meine Energie der nächsten Monate, denn es ist mein persönliches Motto, das Dach unter dem die nächsten 365 Tage vereint sind. Es beschreibt meine Haltung, mit der ich dem Leben begegnen. Es ist wie meine leitende Stimme im Kopf, mein Kompass, mein Begleiter, mein Leitmotiv für das kommende Jahr.

Eins meiner Wörter aus den letzten Jahren war „Resonanz“. Um zu diesem Wort zu gelangen, habe ich länger in mich gespürt und meine Gedanken mehrere Tage wirken lassen. Dann tauchte das Wort vor mir auf und war stimmig. Da war ich mit dem Wort in Resonanz – und genau dieser Prozess des “Resonanz spürens”, “in Resonanz kommens” und “in Resonanz seins” war das Leitmotiv für eben jenes Jahr.

So finden Sie Ihr Wort für Ihr Jahr

Damit Sie Ihr Wort für Ihr Jahr finden, nehmen Sie sich Zeit. Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich durch die folgenden Fragen und Anregungen leiten.

Antworten aufkommen lassen

Die folgenden Fragen helfen Ihnen, Ihre Aufmerksamkeit so zu leiten, dass Ihnen die ersten passenden Wörter einfallen. Schauen Sie sich die Fragen an. Spüren Sie, welche Antworten in Ihnen aufkommen.

  • Welche meiner Erkenntnisse will ich im kommenden Jahr zum Leben erwecken?
  • Welche Sehnsucht, welchen Wunsch, welches Bedürfnis habe ich?
  • Was ist mir für das kommende Jahr besonders wichtig?
  • Wie will ich die kommenden Monate innerlich erleben?
  • In welchem Bereich meiner persönlichen Entwicklung will ich wachsen?
  • Wer will ich im kommenden Jahr sein?
  • Welche Ereignisse warten auf mich und in welcher Haltung will ich ihnen begegnen?

Haben Sie Ihr Wort schon gefunden? Dann überspringen Sie den folgenden Abschnitt und wenden sich dem zu, was Sie mit Ihrem Wort nun machen. Meist haben wir zu diesem Zeitpunkt jedoch erste Assoziationen und Ideen. Im nächsten Schritt widmen Sie sich diesen genauer.

Meditation, Spaziergang und Ruhe unterstützen

Die Fragen haben bei Ihnen vielleicht erste Ideen ausgelöst. Lassen Sie diese nun wirken.

Dafür können Sie sich einige Minuten der Meditation widmen, um ganz bei sich anzukommen. In meinem Beitrag Die schockierende Wahrheit über Meditation erhalten Sie eine Mini-Meditation-Anleitung.

Oder Sie machen einen kleinen kühlenden Spaziergang, mit der Intention, Klarheit für das Wort für unser Jahr zu bekommen. Mehr darüber finden Sie in meinem Beitrag Inneres Chaos im Spaziergang lösen.

Manchmal reicht es, ein paar Minuten in den Kamin oder in den Himmel zu schauen, um zur Ruhe zu kommen. Schließen Sie die Augen und nehmen Sie ein paar bewusste Atemzüge.

Auftauchende Wörter bewusst wahrnehmen

Es werden mehrere Wörter auftauchen, die Sie an sich vorbeiziehen lassen. Welche Wörter tauchen auf? Vielleicht sind es Wörter wie Liebe, Gemeinschaft, Mut, Ruhe, Frieden, Abenteuer, Freiheit, Vertrauen. Oder es beschreibt eine Handlung wie Schreiben, Befreien, Bewegen, Verzeihen oder ein Adjektiv wie großzügig, selbstbewusst, leicht.

Wenn Sie von Ihrem mentalen oder physischen Spaziergang zurückgekehrt sind, notieren Sie die Wörter, die Ihnen eingefallen sind. Nehmen Sie anschließend jedes Wort bewusst wahr: Welche Wörter scheinen gut zu passen? Schlagen Sie ein paar Definitionen nach, um in die Wörter tief einzutauchen. Vielleicht gibt es einen Überbegriff, der die Idee mehrerer Wörter zusammenfasst?

Wirken lassen und Vorfreude spüren

Wenn Sie ein Wort oder mehrere Wörter gefunden haben, die es zu sein scheinen, lassen Sie diese ein paar Tage wirken und reifen: Wie entwickelt sich meine Wahrnehmung gegenüber den bisherigen Wörtern? Kommt ein neues Wort hinzu?

Was passiert, wenn unser Wort klar ist? Es macht Klick. Es ist wie ein Einrasten, uns durchströmt ein Gefühl der Erleichterung, Wärme, Vorfreude und Inspiration. Wir haben unser Wort gefunden.

Was Sie jetzt mit Ihrem Wort machen

Nun haben Sie Ihr Leitwort für das kommende Jahr gefunden. Es wird Ihnen bei Entscheidungen helfen, Sie in herausfordernden Situationen leiten und Sie dabei unterstützen, so zu sein, wie Sie sein wollen, und das zu tun, was Sie tun wollen.

Das Wort wird dabei nur so wirksam sein, wie Sie ihm die Möglichkeit dafür geben. Verankern Sie deshalb Ihr Wort. Dazu gebe ich Ihnen einige Ideen, aus denen Sie sich ein oder zwei herauspicken.

Ins Wort spüren

Spüren Sie, wie es ist, wenn Sie dieses Wort annehmen und es zum Leitwort für das kommende Jahr wird. Stellen Sie sich in Ruhe folgende Fragen: Wie wird mein Jahr für mich werden? Was mache ich, was passiert um mich herum? Wie gehe ich mit den Dingen um, die passieren? Was höre ich? Wie fühlt es sich in meinem Körper an? Nehmen Sie sich Zeit und spüren Sie tief in diese Erfahrung.

Darüber schreiben

Nehmen Sie sich Ihr Journal und schreiben Sie Ihre Gedanken auf: Was bedeutet das Wort für mein kommendes Jahr? Wenn ich das Jahr in der Energie dieses Wortes lebe, wozu könnte das führen? Wer bin ich, wenn ich mein Wort lebe?

Mit Zielen verbinden

Wenn Sie sich bereits Ziele gesetzt haben, ist der Moment gekommen, diese noch einmal anzuschauen und sich zu fragen: Wie gehören meine gesetzten Ziele zu meinem gewählten Wort?

Wenn Sie noch ohne Ziele sind, dann können Sie nun aus Ihrem Wort Ihre Ziele ableiten: In welchem Lebensbereich spielt das Wort eine besondere Rolle? Was bedeutet dies für meine Zielsetzung?

Häufig ergibt sich ein spannender Zusammenhang zwischen unseren Zielen und unserem Wort. Stellen Sie sich folgende Frage: Wofür will ich meine Ziele erreichen? Dadurch erfahren Sie mehr über Ihr “Warum” – und dies kann mit Ihrem Wort für Ihr Jahr verbunden sein.

Mehr zu den Gründen, weshalb es sinnvoll ist, sich Ziele zu setzen finden Sie in meinem Beitrag Die Welt wartet darauf, dass Sie endlich über Ihre Ziele nachdenken. Ein weiterer Beitrag hier im Coaching-Blog unterstützt Sie anschließend mit einem Sieben-Schritte-Plan: Ziele erreichen voll Energie: Ziel setzen, Plan machen, in Aktion treten!

Ins quartärliche Review aufnehmen

Wenn Sie ein quartärliches Review machen, nehmen Sie dazu eine Frage auf. In meinem Beitrag 90 Tage, 1 Reflexion: Machen Sie Ihr quartärliches Review steht, wie ich mein Review mache. Vermerken Sie zum Beispiel in Ihrem Rückblick: Inwieweit erfüllte mein Wort im vergangenen Quartal seine Kraft? Und im Ausblick: Wie wird mein Wort im folgenden Quartal seine Wirkung entfalten?

In die Morgenroutine aufnehmen

Sie können Ihr Wort auch in Ihre Morgenroutine aufnehmen. In meinem Beitrag Morgenroutine: Wenn „Guten Morgen“ wirklich stimmt + 42 Ideen schreibe ich darüber. Passende Rubriken, in die Sie Ihr Wort einfließen lassen können, sind “Affirmation und Visualisierung” und “Journaling und Tagebuch schreiben”. Vielleicht haben Sie auch eine Abendroutine, in die Sie Ihr Wort integrieren.

Im Journal visualisieren

Verzieren Sie zwei Seiten Ihres Journals mit einem großen Schriftzug Ihres Wortes. Lassen Sie Ihre Fantasie spielen, fügen Sie kleine Zeichnungen hinzu, ergänzen Sie passende Formulierungen oder lassen Sie das Wort einfach für sich sprechen. Kehren Sie zu diesen Seiten regelmäßig zurück und sinnieren Sie darüber.

In den Laptop tippen

Arbeiten Sie häufig am Laptop? Dann könnte es an der Zeit sein, ein neues Passwort einzurichten. Ergänzen Sie dafür Ihr Wort um einige Zahlen und Symbole. Bei jedem Entsperren geben Sie nun Ihr Wort ein – und werden regelmäßig daran erinnert.

Auf’s Smartphone bringen

Wenn Sie etwas Erfahrung mit dem Erstellen von Grafiken haben: Basteln Sie einen eigenen Smartphone-Hintergrund oder die Grafik für den Sperrbildschirm mit Ihrem Wort. So haben Sie es immer im Blick – und Ihr Unbewusstes guckt ganz sicher mit.

Als Dekoration nutzen

Ob grafisch aufwändig gestaltet oder auf einfarbigem Hintergrund in Powerpoint mit groß gezogenen Lettern: Bereit zum Ausdrucken ist der Einleger mit Ihrem Wort für einen Fotorahmen – passt auf den Nachttisch oder auf den Schreibtisch.

Was ist Ihr Wort für Ihr Jahr?

Wie lautet Ihr Wort für das kommende Jahr? Wie geht es Ihnen damit, es gefunden zu haben? Was bedeutet Ihr Wort für Sie und Ihr kommendes Jahr? Teilen Sie es gerne!

Vielleicht wollen Sie Ihr Wort auch bei sich behalten und es still seine Kraft entfalten lassen – so habe ich es auch ab und an gemacht. Dann berichten Sie uns lediglich, dass Sie Ihr Wort gefunden haben und wie es Ihnen damit geht.

Schreiben Sie über Ihre Erfahrung oder knipsen Sie ein Bild von sich und Ihrem visualisierten Wort. Taggen Sie meinen Account, damit ich Ihren Eintrag sehe: Auf Instagram taggen Sie mich mit @ChristinePaulus.de, auf Facebook ebenfalls mit @ChristinePaulus.de und auf Twitter mit @PaulusChristine.

Oder Sie schreiben mir, wie gewohnt, eine Mail an Mail@ChristinePaulus.de. Ich bin gespannt auf Ihr Wort und was es für Sie bedeutet.

Weitere Impulse aus dem Coaching für Sie

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